wahrnehmung

Der Geist beherrscht die Materie, heißt es so schön. Da aber alles Geist ist und nichts anderes als Geist existiert, kann Materie nur eine besondere Form der Glaubensmanifestation sein. Mehr noch - man glaubt an etwas so stark, dass man meint, es tatsächlich sehen, fühlen und greifen zu können. Tatsächlich be-greift und sieht man aber nur die eigenen Gedanken, denen man eine Form gegeben hat.

Jedes daraus resultierende "Ergebnis" spiegelt nur die eigenen Gedanken wieder, die man bereits vorher hatte. Die eigenen Gedanken haben die Form gegeben und gleichzeitig sind sie auch Ursache, was wir in der Form sehen.

Versucht man nun etwas im Außen zu verändern, ändert man nur eine Auswirkung, nie aber die Ursache. Die Ursache für das, was man sieht sind immer und ausschließlich die eigenen Gedanken, unsere Projektion.

Somit kann eine Änderung im Außen nur durch eine Änderung der eigenen Sichtweise erreicht werden. Dabei blendet jedoch nichts so sehr, wie die Wahrnehmung der Form.

Materie ist eine Illusion des Geistes. Doch nur der Geist, der auch an Materie glaubt, sieht sie als wirklich an. Mehr noch, er hat vergessen was seine wahre Natur ist, sein Ursprung, seine Wirklichkeit ist: reiner Geist.
Dieses Vergessen ist mitunter die Ursache, für die Projektion der eigenen Mangelgefühle ins Außen, der Formgebung und somit immer währenden Neuerschaffung von Form (u.a. Materie, Universum, eben alles Bildhafte). Durch den Mangel, der aus der Flucht ins vermeintliche Außen geschieht, wird neuen Mangel kreiert, der wieder ins Außen projiziert wird.

In Wahrheit existiert nur reines, vollkommenes, perfektes Sein. Jeder andere Zustand ist selbst gewählte Isolation und ein Irrglauben und Festhalten an den eigenen formgebenden Ideen und Gefühlen.
Ein Festhalten an dieser Illusion, weil man die eigenen Ideen und Gefühle be-greifen kann, ist dabei nicht wirklicher als ein nächtlicher (Alb-)Traum.

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