ego, lebensgeschichte und hauptdarsteller
"... das Ego ist in seine Lebensgeschichte und deren Hauptdarsteller verliebt. Es widerstrebt dem eitlen Wesen des Egos zu akzeptieren, dass Denkvorgänge überflüssig sind und keinerlei inneren Wert oder Wirksamkeit haben, wenn sie nicht ausdrücklich zur Problemlösung aufgerufen werden. Somit ist "Wichtigkeit" eine selbst-verliehene Eitelkeit, und das Ego nimmt in seiner Aufblähung an, dass es das "Recht" hat und ihm die Berechtigung zusteht, in Frieden und Stille durch endloses, kindliches Geplapper und Geschnatter einzubrechen. Der Geist bildet sich ein, Zuhörer zu haben und fährt mit einem Monolog im Namen der Selbst-Beweihräucherung und vorgeblichen Wichtigkeit immerzu fort. Der undisziplinierte Geist hat einen beobachtenden Kommentar oder eine Meinung zu allem. Wen kümmert das? Wer hat danach gefragt? Seine Gedanken sind häufig Wiederholungen auf einer plebejischen, monotonen und weltlichen Ebene. Es ist eine Erleichterung, wenn der Geist still wird und in seinem Rahmen nur "ist". Daraus erwächst Frieden, und Wertschätzung und Ruhe gewinnen die Oberhand. ..."
David R. Hawkins: "Erleuchtung ist möglich", S.255/256
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