das leiden beenden

Um unser Leiden zu beenden, ist es nötig, die Idee unserer Getrenntheit, also unser Ego zu verwerfen. Das geteilte Bewusstsein muss wieder an den Gedanken der Einheit und somit Heilung gewöhnt werden, respektive geführt werden.

Unser vom Ego durchzogenes, erdachtes Bewusstsein ist nicht in der Lage, sich selbst zu heilen oder zu "reparieren" - so wie eine kaputte Vase nicht aus sich selbst heraus ganz oder heil wird.

Es ist notwendig, das Eine als Zuflucht zu suchen. Unseren wahren Ursprung, unsere Quelle.

Unsere Gedanken wieder an die Idee der Nicht-Trennung -Einheit- gewöhnen, an ein Bewusstsein immerwährender Liebe, Vollkommenheit, Reinheit und Selbstlosigkeit.

Schulen und Üben wir uns darin, Entscheidungen nicht mehr selbst zu treffen, sondern übergeben wir sie an das Eine, so überwinden wir unser Ich.

Das Ich in seiner beschränken Wahrnehmung sieht und kennt grob gesagt nur die Dinge innerhalb von Zeit und Raum. Weder ist es in der Lage zu sehen, was wirklich wichtig für uns ist, noch sieht es Dinge, die für unsere Entwicklung notwendig sind.  Man könnte es mit einem kleinen Kind vergleichen, welches immer nur haben will. Bekommt es seinen Willen nicht, schreit es.

Zu Beginn ist es notwendig zu erkennen, das "wir" nicht unser Ego sind. So wie wir nicht die Figuren in unseren nächtlichen Träumen sind, so sind wir nicht das Ego. So lange wir aber daran glauben, dass wir das Ego sind, so lange identifizieren wir uns mit ihm - oder, um beim Traumbild zu bleiben, so lange träumen wir, wir befinden uns innerhalb des Albtraumes.

Es ist also notwendig das Denken zu schulen, zu lernen, das wir nur einem Fehlgedanken aufgesessen sind und das wir uns immer noch in Einheit mit der Gott befinden. Dies ist sehr wichtig, denn so lange wir glauben, dass wir "hier" sind, so lange halten wir den Gedanken aufrecht, in der Trennung und somit im Mangel zu sein.

Leid entsteht durch Wollen und Nicht-Wollen. Da wir aber in Wahrheit immer noch Eins sind, gibt es im Grunde nichts mehr  zu wollen. Allliebe, Perfektion und Erleuchtung sind unser natürlicher Zustand.
Wir meinen -glauben- eben nur, dass dies anders ist. Wir glauben an Mangel, wir wünschen uns Veränderungen in unserer illusionären Albtraumwelt, ja mitunter gar den Himmel auf Erden.  Diese Haltung müssen wir ablegen, denn so lange wir dies wollen, so lange halten wir an dem Fehlgedanken des Egos fest, der uns leiden lässt.

Wenn wir lernen, Entscheidungen nicht mehr aus dem Blickwinkel des Ego selbst zu treffen, sondern um Korrektur unserer Gedanken und eine Entscheidungsfindung durch das Eine bitten, dann werden wir nach und nach das Leid überwinden. Wir werden erkennen, dass es in Wahrheit kein Leid gibt und werden den Zyklus des Leidens beenden.

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